Baumfalke:
 
Beschreibung:












 

Der Baumfalke sieht dem größeren Wanderfalken sehr ähnlich, ist jedoch nur etwa taubengroß. Seine Oberseite ist schwarzgrau, die Unterseite hell mit dunkler Fleckung und rostrote "Hosen". Die Jungvögel sind unterseits bräunlich längsgefleckt. Der Baumfalke kommt bei uns nicht so häufig vor. Er nistet in alten Krähennestern oder Greifvogelhorsten und jagt nur im Flug. Er hat sich auf die Erbeutung von Kleinvögeln (Lerchen, Schwalben) und fliegenden Großinsekten (Käfer, Libellen) spezialisiert, die meist in der Luft gekröpft werden. Im Jagdflug gilt er als schnellster Greifvogel (er erbeutet sogar Mauersegler), bis fast 300 km/h.

Den Baumfalken finden wir in lockeren Waldbeständen mit abwechslungsreicher Landschaft, Verlandungszonen, Moore, Ödflächen, Waldränder.

Der Baumfalke ist ein Zugvogel. Er kommt im Mai  und zieht im September bis ins tropische Afrika. Seine Balzuflüge ssieht man im Mai. Der Baumfalke baut keinen eigenen Horst. Er nimmt gerne Krähennester in Hohen Bäumen an. Die Brutdauer beträgt 28 Tage. Im Juni bis August legt das Weibchen 2 bis 4 kleine rotbraune Eier, die fast gleichrund sind. Beide Partner brüten. Die Jungen sind nach 3 Wochen befiedert und mit 4 bis 5 Wochen flügge.

Die Falken unterscheiden sich durch Besonderheiten in ihrem Körperbau und ihrem Verhalten von den übrigen Greifvögeln und werden deshalb als eine eigene Gruppe betrachtet. Sie haben einen stark gewölbten und runden Kopf, große schwarze Augen. Ihr Oberschnabel ist mit einem scharfen Zahn, dem sogenannten "Falkenzahn" versehen. Im Unterschnabel befindet sich die entsprechende Einkerbung. Falken sind Bisstöter. Ihre Schwingen sind schmal, lang und spitz zulaufend. Ihr Stoß ist mittellang und am Ende verjüngt.