Baummarder


Fortpflanzung:


Die Ranzzeit des Baummarders ist im Juli / August, vermutlich aber auch im Februar. Im April (nach einer Eiruhe) kommen 2 bis 4 Jungmarder zur Welt, die 34 bis 38 Tage blind sind. Die Tragzeit beträgt zwischen 250 und 280 Tagen; vermutlich auch 60 Tage (wenn Ranzzeit in den Februar fällt). Die Jungen kommen fast nackt und blind zur Welt und sind sogenannte Nesthocker.
Nach 34 bis 38 Tagen öffnen sich die Seher. Die Säugezeit beträgt etwa 8 Wochen. Die Jungmarder werden durch das Muttertier rund 3 Monate geführt.
 


Beschreibung:

















 


Der Baummarder wird auch "Gelbkehlchen" genannt. Er unterscheidet sich von Steinmarder durch seine Größe (stärker und länger) und auch durch seine Färbung (dunkler, gelber Brustfleck). Der Balg des Baummarders ist rot-braun (kaffeefarben). Tatsächlich ist im Winterbalg, der zumeist dottergelbe Kehlfleck das erste, was ins Auge fällt. Aber auch der kastanienbraune, seidige Balg kann begeistern. Der männliche Baummarder misst mit Rute etwa 75 bis 80 cm, wiegt rund 1,5 kg; der weibliche ist etwas kleiner und wiegt deutlich weniger.

Große zusammenhängende Waldgebiete sind des Baummarders Heimat. Hier streift er vom Abend bis zum Morgen viele Kilometer weit als Einzelgänger umher. Die Schlafplätze werden fast jede Nacht gewechselt, nur die Fähe mit ihren Jungen bleibt längere Zeit im gleichen Versteck.

Als gewandter Kletterer und Springer jagt er kleine Säugetiere und Vögel sowohl am Boden (Mäuse, Junghasen, Bodenbrüter) als auch in den Bäumen (Eichhörnchen, Bilche, Jungvögel, Vögel auf Schlafbäumen). Tagsüber schläft er in hohlen Eichen und Buchen, in Eichhörnchenkobeln und Greifvogelhorsten.


Sehvermögen, Geruchssinn und Hörsinn sind sehr gut ausgeprägt.


Gesamtlänge bis zu 75 cm.
Das Gewicht beträgt bis zu 1,85 kg .