Blässhuhn:

 

Beschreibung:

 

 

 

 

 


Fortpflanzung:


Das Blässhuhn (Blässralle) ist unsere größte Rallenart und ist als echter Schwimmvogel am stärksten an das Leben auf dem Wasser angepasst. Seine lange Zehen tragen seitliche Schwimmlappen. Blässhühner bewegen sich überwiegend schwimmend fort und suchen ihre Nahrung zu einem großen Teil (im Winter fast ausschließlich) tauchend. Sie nutzen daher nicht nur (wie die übrigen Rallen (Teichhuhn, Wasserralle, Wiesenralle)) den Uferbewuchs und das ufernahe Seichtwasser, sondern auch größere und tiefere Wasserflächen.

Schnabel und  Stirnplatte sind beim Blässhuhn weiß, der Rücken ist schwarz. Im Winter sammeln sie sich oft in großen  Scharen auf Seen und Flüssen. Sein Nest legt das Blässhuhnpaar dicht am Uferrand im Schilfbewuchs an. Es ist umfangreich aus Pflanzenstengeln gebaut. Die etwa 5 bis 10 Eier werden rund 24 Tage von beiden Eltern abwechselnd bebrütet. Die Jungen sind Nestflüchter und tragen ein buntes Dunenkleid (schwarz mit auffallend rotgelb gezeichnetem Kopf). Blässhühner schwimmen kopfnickend, tauchen über Kopf und fliegen von der Wasseroberfläche erst nach längerem platschenden Anlauf auf.


Die Balzzeit find je nach Witterung im Februar bis in den April statt. Die Blässhühner gehen eine Jahresehe ein und zeigen eine auffallende Revierbesetzung sowie ein ausgesprochenes Territorialverhalten. Der Tretakt erfolgt ausschließlich im Wasser. Beide Elternteile kümmern sich um die Aufzucht. Der Vater führt, während die Mutter noch brütet.