Damwild
                                            
 


Brunftzeit:


Das Damwild brunftet etwa 4 Wochen später als das Rotwild (Oktober / November). Der Brunftschrei des Hirsches ist höher und eintöniger als der des Rothirsches. Der  Damhirsch tut sich während der Brunft in sog. Brunftkuhlen, das sind freigeschlagene Bodenstellen, nieder.  Um ihn findet sich das Kahlwild ein. Die Brunft erfolgt stiller als beim Rotwild. Es kommt jedoch oft zu erbitterten Kämpfen zwischen den Hirschen.

Tragzeit: 




 

Geweihbildung:

Die Tragzeit beim Damwild beträgt 7 1/2 Monate. Die Setzzeit fällt in den Juni. Es wird ein Kalb gesetzt (selten zwei). Beim Damwild kommen jedoch  Zwillingsgeburten häufiger vor als beim Rotwild. In den ersten 2 bis 3 Wochen wird das Kalb abgelegt; später suchen Tier und Kalb wieder Anschluss an das Rudel.

                     
Im Februar des auf die Geburt folgenden Jahres, demnach etwa mit 18 Monaten beginnt die Geweihbildung beim Damwild und ist im Sommer des 2. Lebensjahres beendet (Damhirsch im 1. Kopf). Der Damhirsch fegt etwa 4 Wochen später als der Rothirsch, Ende August bis Mitte September (Hirsche vom 1. Kopf etwas früher).

Haarwechsel:

Das Damwild wechselt sein Haar ebenfalls zweimal im Jahr. Das Sommerhaar ist hellbraun mit weißen Tupfen, die Körperunterseite und die Innenseite der Läufe sind weiß.  Allerdings sind viele Farbvarianten möglich.  Im Herbst färbt die Decke auf Dunkelbraun um.  Der Haarwechsel erfolgt in der 2. Mai bzw. der 2. Septemberhälfte. 


Beschreibung:


Die jagdliche Bedeutung des Damwildes ist aufgrund seiner geringeren Verbreitung nicht so groß wie die des Reh- oder Rotwildes. Die Körperstärke des Damwildes liegt zwischen den Gewichten von Rot- und Rehwild. Das Durchschnittsgewicht beträgt aufgebrochen zwischen 30 bis 35 kg.  Das Damwild vernimmt, äugt und windet sehr gut. Bemerkenswert sind seine Fluchtsprünge, bei denen es sich mit allen 4 Läufen zugleich hochschnellt und der im Vergleich zum Rotwild überlange Wedel, der immer in Bewegung ist. Damwild wandert gerne und kann eines Tages in einem Revier auftauchen, wo es vorher noch nie heimisch war. Der natürliche Lebensraum des gesellig lebenden Damwildes ist der Mischwald mit ausreichend angrenzenden Feld- und Wiesenflächen in klimatisch milden Gebieten .  Das Damwild suhlt nicht.