Fuchs
 


Fortpflanzung


Die Ranzzeit des Fuchses fällt in die Monate Januar / Februar. Die Begattung findet meist im Bau statt. Oft stecken tagsüber mehrere Rüden mit einer Fähe im Bau. Nach einer Tragzeit von 52 Tagen wölft die Fähe im März/April in der Regel 4 bis 6 grau-braun behaarte Welpen auf den nackten Boden des Kessels im Bau. Die Welpen kommen im sogenannten Mutterbau blind zur  Welt und werden dort großgezogen. Die Jungen sind typische Nesthocker. In den ersten beiden Lebenswochen genügt den Welpen die Muttermilch. Danach erbricht die Fähe halbverdauten Nahrungsbrei, bis es so weit ist, dass die Welpen auf dem Bau spielen und sich auf jede Beute stürzen, die die Füchsin heranträgt. Oft hat die Füchsin nun viele Mäuse gebündelt im Fang. Aber auch freilaufendes Hausgeflügel ist jetzt nicht vor ihr sicher, und es gibt um diese Jahreszeit wohl kaum einen Bau, auf dem man nicht auch Reste von gerissenen Rehkitzen und Hasenläufe findet.  Die Rüden beteiligen sich mehr oder weniger stark an der Aufzucht der Jungen. In den meisten Fällen helfen sie Beute herbeitragen.  Nach 2 bis 3 Monaten kann man die Fähe mit ihrem Nachwuchs auf der Schulpirsch beobachten. Zuerst ist es eventuell ein Mistkäfer oder ein Schmetterling und später die erste Maus, die die Jungfüchse erbeuten. Bis sie sich im Spätsommer selbständig machen, müssen die Welpen lernen, sich alleine zu ernähren.


Verhalten:


List und Schläue des Fuchses sind sprichwörtlich. Dem liegen die Sinnesschärfe und Reaktionsvermögen zugrunde, die ein Beutegreifer benötigt, um erfolgreich auf größere Beutetiere zu jagen. Hauptsinne sind Geruch und Gehör. Vor allem beim Fangen von Mäusen orientiert sich der Fuchs hauptsächlich nach dem Gehör und bemisst danach die Entfernung seines Zusprunges. Der Gesichtssinn kommt erst an dritter Stelle; er ist hauptsächlich auf das Erkennen von Bewegungen ausgelegt (Bewegungsseher). Der Fuchs erkennt aber den stillstehenden Jäger leichter als z.B. Schalenwild dies vermag.

Beschreibung:

Der Fuchs ist die häufigste und am weitesten verbreitete Raubwildart in unseren Revieren; er bewohnt Feld- und Waldreviere bis ins Hochgebirge. Aber auch in den Ortschaft und Städten hält er sich auf. Er ist ein ausgesprochener Kulturfolger.
Als Zuflucht (bi nasser Witterung) und zur Aufzucht seiner Jungtiere benutzt er Erdbaue, die er nicht immer selbst gräbt. Er ist auch oft Mitbewohner von Dachsbauen. Sonst steckt er tagsüber meist "über der Erde" in Deckung und geht in der Dämmerung und bei Nacht auf Beutefang. Hauptbeute sind dabei Mäuse, aber auch Wildkaninchen, Junghasen, Rehkitze, Vogelgelege, Jungvögel von Bodenbrütern, Insekten, Käfer, Obst und Beeren. Aas und Fallwild nimmt er ebenfalls auf. Er nimmt viele totgefahrene Tiere am Straßenrand auf und hat dadurch eine zusätzliche Nahrungsquelle.