Graugans
 

Beschreibung:


Früher war die Graugans bei uns weitverbreitet. Die Graugans stellt die Stammform unserer Hausgänse dar und ist bei uns die größte Feldgans. Nachdem die wilden Graugänse infolge der ständigen Kultivierung der einstigen weiten, ungestörten Moor- und Seengebiete stark zurückgegangen waren, ist in der heutigen Zeit wieder eine Zunahme der Population zu verzeichnen. Auch hier im Altmühltal kommen Graugänse (wenn auch in sehr geringer Zahl) seit einigen Jahren wieder vor.  Man stellt aber ständig eine stetige Zunahme fest.

Grauer Kopf, Hals und Rücken (helle Querbänder) unterseits heller, Ruder fleischfarben, Schnalbel organge mit weißem Nagel, zeichnen die Graugans. Beide Geschlechter gleichgezeichnet.

Die Vögel zeigen zum Teil nicht mehr ihr normales Zugverhalten, sondern bleiben als "halbwilde" und "futterzahme" Gänse auch im Winter hier. Die Graugans ist ein standorttreuer Stand-, Strich- und Zugvogel. Die Graugans lebt tagaktiv und übernachtet auf dem Wasser. Sie ist ein Pflanzenfresser (Gräser, junge Saaten, Sämereien, Wasserpflanzen).

Wildgänse leben paarweise in meist lebenslanger Ehe. Sie zeigen ein ausgesprochenes Sozialverhalten und verfügen zur Verständigung über ausdrucksreiche Stimmlaute. Sie sind Bodenbrüter und haben ihr Gelege im deckungsreichen Uferbereich. Die Reihzeit ist im März/April. Das Nest wird überhöht aus trockenen Wasserpflanzen angelegt.  Es werden zwischen 4 bis 6 gelblich-weiße Eier gelegt. Die Jungen sind Nestflüchter, gehen gleich ins Wasser  und werden von beiden Eltern betreut. Die Gans brütet, der Ganter bewacht das Brutrevier. Mit etwa 8 Wochen sind die Jungen selbständig, bleiben aber im Familienverband.