Habicht:
 

Beschreibung:


Der Habicht hat sich zwischenzeitlich bei uns wieder verbreitet. Das Habichtweib ist größer als der Mäusebussard. Der Terzel (Männchen) etwa um 1/3 kleiner. Die Altvögel sind oberseits graubraun, unterseits weißlich mit typischer dunkler Querbänderung (man nennt dies "gesperbert"). Das Jugendkleid des Habichts weist eine andere Färbung auf. Es ist kaffeebraun, Unterseite gelbbraun mit dunkelbraunen, tropfenförmigen Flecken. Beide Geschlechter sind gleichgezeichnet und nur an ihrer Größe zu unterscheiden. Einen Junghabicht nennt man deshalb auch "Rothabicht". 

Der Habicht baut seinen Reisighorst in Altholzbestände. Er liebt lichte (Nadel-) Wälder in der Nähe von Feldern und Wiesen,von der Ebene bis ins Gebirge.  Der Balzflug ist im März/April. Der Habicht horstet auf alten Bäumen, nahe am Stamm. Der Horst wird oft mehrere Jahre benutzt und mit frischem Reisig begrünt. Die Brutdauer beträgt 35 bis 41 Tage Das Gelege besteht aus 2 bis 4 Eier. Während der Brutzeit jagt nur der Terzel und versorgt das brütende Weib, welches gleichzeitig das Großgefieder mausert. Erst bei einem größeren Atzungsbedarf der heranwachsenden Nestlinge jagen beide Partner gemeinsam.  Der Habicht jagd noch in der Dämmerung.  Der Terzel erbeutet vorwiegend Kleinvögel bis Drosseln, Eichelhäher, Ringeltaube. Das stärkere Weib bewältigt auch größere Beutetiere (Wildkaninchen, Junghasen, Krähen, Bussarde, Fasane). Häufig werden aber auch Haustauben und Haushühner vom Habicht erbeutet.

Der Habicht ist ungesellig, lebt scheu und heimlich. Er jagt flach über dem Boden gleitend, unterbrochen von raschen Flügelschlägen. Im Wald zeigt er einen sehr wendigen Flug in Kronenhöhe. Der Habicht bindet die Beute am Boden oder schlägt im Flug, wobei er häufig von der Unterseite her angreift. Er ist ein sogenannter Grifftöter.