Jagdfasan

Fortpflanzung:

Fasane leben polygam. Das heißt, im Territorium eines Hahnes (das dieser während der Balz gegen seine Nebenbuhler verteidigt) leben mehrere Hennen, die dort brüten und die Jungen (Gesperre) alleine aufziehen. Der Hahn beteiligt sich nicht an der Brutpflege, doch kommt zur Brutzeit seine Wachsamkeit gegen Feinde (Warnruf) den Hennen zugute. Im allgemeinen wird ein Geschlechterverhältnis von 1 Hahn auf 4 - 6 Hennen als normal angesehen.

Die Balz beginnt im März. Jetzt hört man auch den Balzruf  und den darauf folgenden Schwingenschlag des Hahnes. Kämpfe zwischen rivalisierenden Hähnen sind an der Tagesordnung.  Das Gelege (Bodenbrüter) befindet sich in Wiesen, Weiden, Hecken und Gehölzen. Gelege im Grünland sind stark durch Ausmähen gefährdet. Das Gelege einer Henne enthält etwa 10 bis 12 graugrüne Eier. Die Brutdauer beträgt 24 Tage (April bis Juni). Die Küken sind Nestflüchter, die bei Gefahr schon in der zweiten Woche nach dem Ausfallen kurze Strecken mit der Henne verstreichen. Im Alter von drei Wochen baumen sie auf. Die Gesperre bleiben bis Herbst und Winter in einer losen Gemeinschaft zusammen.



Lebensraum:


Der Fasan bevorzugt eine klimatisch milde Landschaft (bis etwa 500 Meter Höhenlage) mit Wald, Wasser, Wiesen, Wurzeln und Weizen (die sogenannten 5 W´s). Dabei werden Auwälder und gemischte Feld-Wald-Reviere mit Hecken, Feldgehölzen, buschigen Waldrändern sowie der Uferbewuchs von Gewässern bevorzugt. Der Fasan lebt gesellig und ist anpassungsfähig. Er ist tagaktiv und baumt abends auf, wobei der Hahn meldet.


Beschreibung:


Auffallend am Fasan ist die langgestreckte Figur, betont durch den langen Stoß (Spiel) und beim Hahn zudem das buntschillernde Gefieder mit scharlachroten Rosen als Augenkranz. Die Henne ist wesentlich schlichter gefärbt (Grundton braun mit dunklen Flecken und Tupfen). Der Jagdfasan ist etwa haushuhngroß

Die bei uns unter dem Begriff Jagdfasan vorkommenden Fasane sind meist ein Gemisch aus verschiedenen Ursprungsrassen, die schon vor vielen Jahrhunderten (beginnend in der Römerzeit) aus ihrer ostasiatischen Heimat nach Europa eingeführt und dort vielfach in Gefangenschaft gezüchtet und gekreuzt wurden.

Als Hühnervogel mit einem kräftigen Pickschnabel nimmt der Fasan eine Vielzahl von vorwiegend pflanzlicher Nahrung zu sich, wobei er in Feld und Wald vielseitigere Nahrungsquellen als das Rebhuhn zu nutzen weiß.  Die Äsung besteht je nach Jahreszeit aus Getreide, Mais, Eicheln, Unkrautsämereien, grünen Pflanzenteilen, Insekten und anderen Kleintieren. Die Küken benötigen für ihr Wohlbefinden einen großen Anteil an Insektennahrung. Im Herbst und Winter gehören auch Beeren aller Art zu seiner Lieblingsäsung.