Naturschutz


Naturschutz ist wichtig

 

 

In Deutschland gab es bereits 1836 die erste Unterschutzstellung eines Landschaftsbestandteiles, und zwar des Drachenfels im Siebengebirge. Der Drachenfels war durch den Abbau von Sandstein zum Bau des Kölner Doms gefährdet. Das Deutsche Reich verpflichtete sich im Jahre 1919 in der Weimarer Verfassung erstmals zur Erhaltung und Pflege der Natur. 1921 erfolgte die Gründung des ersten deutschen Naturschutzparks, der Lüneburger Heide. Das Reichsnaturschutzgesetz folgte im Jahre1935 und das nunmehr geltende Bundesnaturschutzgesetz trat im Jahre 2009 in Kraft.

Man erkannte bereits sehr früh, dass Natur- und Umweltschutz eine Daseinsvorsorge für den Menschen darstellt. Mit der Gründung des ersten Nationalparks "Bayerischer Wald" im Jahre 1970 erhielt der Naturschutz neue Impulse. Zwischenzeitlich haben wir 14 Nationalparks. Gleichzeitig hält allerdings der Naturverbrauch für Siedlungsgebiete, Verkehrswege und Industrie unvermindert an. In der heutigen Zeit ist Deutschland eines der zersiedelsten und bevölkerungsreichsten Länder Europas.

Neben den Nationalparks wurden 14 Biosphärenreservate ausgewiesen und 93 Naturparks gegründet. Großflächige Feuchtgebiete für die Wasser- und Watvögel sind unter Schutz gestellt.

Bei dieser scheinbar positiven Bilanz darf man jedoch nicht vergessen: 110 Ökosystemtypen mit einem Arteninventar von etwa 73000 Pflanzen- und Tierarten sind auf drei bis fünf Prozent der Fläche Deutschlands beschränkt. Der Rest ist  "Wirtschaftsgrün", welches vom Menschen naturverträglich gestaltet werden muss.


 

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