Sperber:
 

Beschreibung:


Der etwa taubengroße Sperber ähnelt im Aussehen dem Habicht (verkleinertes Abbild) sehr. Das starke Sperberweib kann unter Umständen sogar mit einem schwachen Habichtterzel (Männchen) verwechselt werden. Der Horst des Sperbers steht meist im oberen Drittel dichter Stangenhölzer. Er ist ein Stand- und Strichvogel und gilt als rasanter Kurzstreckenjäger, der blitzschnell seine Beute schlägt. Bei seinen Jagdflügen streicht er ganz flach über den Boden, von wenigen kräftigen Flügelschlägen unterbrochen. Er ist sehr wendig im Umfliegen von  Hecken und Gebüschen. Der Sperber ist ebenfalls ein Grifftöter.

Hauptbeute des Sperbers sind Kleinvögel an Waldrändern, Hecken und Feldgehölzen, im Winter aber auch in Ortschaften. Hier schlägt er dann an den Futterplätzen Singvögel (Sperlinge, Drosseln, usw.). Das stärker Sperberweib erbeutet auch Häher und Tauben, aber auch Küken der Hühnervögel.

Die Balzflüge sind im April/Mai. Die Brutdauer beträgt 32 bis 35 Tage (April bis Juni). Das Sprerberweibchen legt kleine 3 bis 6 Eier (weißlich mit schmutziger Fleckung. Die Eier sind fast gleichrund. Nur das Weibchen brütet. Die Jungen nehmen nach etwa 2 Wochen die Nahrung selbstständig auf und sind mit rund 5 Wochen flügge.

Während der Brut- und der beginnenden Aufzuchtzeit jagt alleine der Terzel. Wir haben hier eine "Arbeitsteilung" wie beim Habicht. Über die Nahrungskette Insekten - Kleinvögel ist der Sperber leider stärker durch Umweltgifte (Pestizide) belastet als der Habicht.
Das Verbot gefährlicher Giftstoffe (DDT und ähnliche) hat auch beim Sperber zu einer Erholung seines Bestandes geführt. Natürliche Feinde des Sperbers sind vor allem der Habicht sowie als Nesträuber der Baummarder.