Steinmarder


Fortpflanzung:


Die Ranzzeit des Steinmarder fällt - wie die des Baummarders - in den Hochsommer (Juli / August).  Auch beim Steinmarder sorgt eine Eiruhe dafür, dass die Würfe nicht in den Winter und somit in die nahrungsarme Zeit fallen. Im April kommen 3 bis 5 Junge zur Welt, die etwa 5 Wochen blind sind. Bei den Marderarten beteiligen sich die  Rüden nicht an der Aufzucht der Jungtiere.
Baum- und Steinmarder kreuzen sich nicht.


Beschreibung:


Im Gegensatz zum Baummarder, der große Waldgebiete bevorzugt, lebt der Steinmarder oft in der Nähe menschlicher Siedlungen und ist bis in die Großstädte vorgedrungen. Den Tag verschläft er auf Heuböden oder Speichern, unter trockenen Wegdurchlässen, in Stein- und Reisighaufen oder anderen Schlupfwinkeln (im Unterschied zum Baummarder allerdings sehr selten auf Bäumen). Der Steinmarder bleibt gern an einem einmal gefundenen Schlupfwinkel und benutzt stets den gleichen Paß.
Nachts geht der Steinmarder auf Raub aus. Er erbeutet Mäuse, Ratten, Wildkaninchen, bodenbrütende Vögel und deren Gelege und liebt im Spätsommer süßes Obst. Bricht er in einen Geflügelstall ein, so wird er durch das ängstliche Geflatter so erregt, dass er alles tötet, was und solange es sich rührt. In Wohngebäuden fällt er durch nächtliches Rumoren auf Dachböden auf. Neuerdings macht er sich unbeliebt, indem er in abgestellte Kraftfahrzeuge eindringt und dort Kabel und Schläuche zerbeißt.  Der Steinmarder ist ein typischer Kulturfolger.