Fortpflanzung:


Die Ranzzeit des Steinmarder fällt - wie die des Baummarders - in den Hochsommer (Juli / August).  Auch beim Steinmarder sorgt eine Eiruhe dafür, dass die Würfe nicht in den Winter und somit in die nahrungsarme Zeit fallen. Im April kommen 3 bis 5 Junge zur Welt, die etwa 5 Wochen blind sind. Bei den Marderarten beteiligen sich die  Rüden nicht an der Aufzucht der Jungtiere.
Baum- und Steinmarder kreuzen sich nicht.

Beschreibung:
Der Steinmarder wird in der Umgangssprache auch "Weißkehlchen oder Hausmarder" genannt. Es kennzeichnet ihn ein weißer, gegabelter Kehlfleck, ein braunes Fell mit weißer Unterwolle, fleischfarbener Nase. Die Sohlen sind nicht behaart.


Im Gegensatz zum Baummarder, der große Waldgebiete bevorzugt, lebt der Steinmarder oft in der Nähe menschlicher Siedlungen und ist bis in die Großstädte vorgedrungen. Den Tag verschläft er auf Heuböden oder Speichern, unter trockenen Wegdurchlässen, in Stein- und Reisighaufen oder anderen Schlupfwinkeln (im Unterschied zum Baummarder allerdings sehr selten auf Bäumen). Der Steinmarder bleibt gern an einem einmal gefundenen Schlupfwinkel und benutzt stets den gleichen Pass.
Nachts geht der Steinmarder auf Raub aus. Er erbeutet Mäuse, Ratten, Wildkaninchen, bodenbrütende Vögel und deren Gelege und liebt im Spätsommer süßes Obst. Bricht er in einen Geflügelstall ein, so wird er durch das ängstliche Geflatter so erregt, dass er alles tötet, was und solange es sich rührt. In Wohngebäuden fällt er durch nächtliches Rumoren auf Dachböden auf. Neuerdings macht er sich unbeliebt, indem er in abgestellte Kraftfahrzeuge eindringt und dort Kabel und Schläuche zerbeißt.  Der Steinmarder ist ein typischer Kulturfolger.

Das Gebiss der erwachsenen Marder und des Dachses besteht aus 38 Zähnen.

                      Steinmarderschädel



Steckbrief

MarderName: Steinmarder
Weitere Namen: Dachmarder, Hausmarder
Klasse: Säugetiere
Größe: 35 - 55cm Kopf-Rumpf-Länge
Gewicht: 1,1 bis 2,1kg
Alter: 3 - 10 Jahre
Aussehen: grau-braunes Fell, buschiger Schwanz
Geschlechtsdimorphismus: Ja
Ernährungstyp: Allesfresser 
Nahrung: Amphibien, Beeren, Insekten, Kleinsäuger, Vögel und deren Eier
Verbreitung: Europa, Zentralasien
ursprüngliche Herkunft: unbekannt
Schlaf-Wach-Rhythmus: nachtaktiv
Lebensraum: unspezifisch
natürliche Feinde: Greifvögel
Geschlechtsreife: mit dem zweiten Lebensjahr
Paarungszeit: Juli - August
Tragzeit: 30 - 35 Tage
Wurfgröße: 3 - 5 Junge
Sozialverhalten: Einzelgänger
Vom Aussterben bedroht: Nein

Zahnformel für das fertige Gebiss lautet:

I C P M
3 1 4 1
3 1 4 2