Wanderfalke:
 

Beschreibung:


Der Wanderfalke ist uns größter heimischer Falke (etwa Krähengröße). Er hat eine Spannweite von etwa 100 cm. Das Gefieder an seiner Oberseite ist schwarzgrau, die Unterseite hell mit schwarzer Bänderung. Die Jungvögel sind bräunlich, Unterseite dunkel längsgefleckt. Der Wanderfalke ist sehr selten, kommt jedoch bei uns im Altmühltal wieder vor.

Er brütet in Felsennischen, an Gebäude (Kirchtürmen), im Flachland auch in Baumhorsten (alte Krähen-, Bussardhorste). Die Hauptgefahr für den Wanderfalken besteht durch illegale Aushorstungen, da der Wanderfalke mit der begehrteste Greifvogel für die Beizjagd ist sowie durch Störungen der Brutplatze. Natürliche Feinde sind der Habicht, Uhu und Steinmarder. Der Wanderfalke hat eine sehr geringe Vermehrungsrate (lediglich 1 bis 3 Junge, nicht in jedem Jahr). Die Balz ist im März. Der Wanderfalke baut keinen eigenen Horst. Ihm genügt eine einfache Mulde im Felsspalt oder alte Krähen- und Freifvogelhorste. Die Brutdauer beträgt 28 bis 29 Tage. Das Weibchen legt 21 bis 4 rostbraune, etwa hühnergroße, Eier. Beide Partner brüten. Mit 4 wochen sind die Jungen befiedert und mit rund 5 bis 6 Wochen flügge.

Seine Beute besteht aus Vögeln von Drosselgröße bis Tauben, Krähen und Enten. Der Wanderfalke bindet seine Beute im Flug, schlägt sie im steilen Sturz mit rasender Geschwindigkeit und tötet seine Beute durch einen Biß in den Hinterkopf.  Größere Beutevögel tötet er erst am Boden, nachdem er sie in der Luft "gebunden" oder zu Boden geschlagen hat. Wie alle Falken, ist auch der Wanderfalke ein sogenannter "Bisstöter".

Der Wanderfalke gilt über den Winter als Strich- und Zugvogel.