Waschbär

 


Fortpflanzung:


Die Ranzzeit ist im Spätwinter (Februar / März), gelegentlich aber auch bis in den Mai / Juni. Nach 63 Tagen Tragzeit  werden 2 bis 5 Junge in hohlen Bäumen geworfen, die ca. 20 Tage blind sind. Die Jungen sind sogenannte Nesthocker und werden etwa 8 Wochen von der Bärin gesäugt. Danach verlassen sie die Wohnstube und sind mit ca. 4 Monaten selbständig.
Die Verbreitung des Waschbären ist nicht erwünscht, weil er als Fremdling in unserer Tierwelt ein Nahrungskonkurrent für unser einheimisches Raubwild darstellt und zusätzliche Verluste beim Niederwild, insbesondere bei den Bodenbrütern verursacht.

Beschreibung:

Der Waschbär ist ein Vertreter der Kleinbären aus Nordamerika. Vor etwa 60 Jahren wurden einige Waschbären in Nordhessen ausgesetzt, andere entkamen aus Pelztierfarmen. Seither hat sich der Waschbär in Waldgebieten weit verbreitet. Auch in unseren heimatlichen Wäldern kommt er heute vor. Der Bestand breitet sich räumlich noch immer weiter aus.

Der Waschbär hat einen spitzen Fang und eine auffällig schwarze Augenbinde im hellen Gesicht. Gehöre sind aufrecht gestellt. Auffällig beim Waschbären ist auch seine buschige, geringelte Rute. Seine Läufe sind kurz. Beide Geschlechter sind gleichgezeichnet. Er ist ein Sohlengänger, seine Vorderbranten setzt er geschickt als Greifhände ein, er schwimmt und klettert ausgezeichnet. Er ist ein vorwiegend nachtaktiver Allesfresser (Insekten, Mäuse, Vogeleier und Früchte). Er lebt gesellig in Familiengruppen. Tagsüber schläft er gerne unter Reisighaufen und in Baumhöhlen. Alle Sinne sind beim Waschbären gut ausgeprägt. Er hält eine Winterruhe.