Wald und Wild stellen keine Gegensätze dar !
 

 

 

Der Jäger muss stets "Anwalt des Wildes" sein und hat dessen Wohlbefinden in den Mittelpunkt seiner   Bemühungen zu stellen. Allerdings soll das Wild auch "wild" bleiben. Bei allen Bemühungen nach den besten Erfolgen jagdlicher Nutzung (Hegeziel) dürfen die Grundregeln des Natur- und Umweltschutzes sowie die Belange der Land- und Forstwirtschaft nicht vernachlässigt werden. Die Hegemaßnahmen dürfen keinen nachhaltigen, schädlichen Eingriff in unsere Umwelt darstellen.

Wald und Wild stellen aber keine Gegensätze dar.

Jedes Tier hat seinen Platz im Ökosystem. Deshalb müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass Wildtiere nicht nur "Schäden" anrichten, sondern auch in vielfältiger Hinsicht "nützen". Denken wir dabei nur an die Greifvögel, an den Fuchs und an das Wildschwein (Schwarzwild) als Gesundheitspolizei. Schwarzwild sorgt für das Brechen im Waldboden dafür, dass die Samen Mast tragender Bäume auf den Mineralboden gelangen und somit erfolgreich keimen können. Zudem vertilgt das Schwarzwild auch Forstschädlinge. Die Waldnutzung z.B. durch Reh- und Rotwild, die an die Vorgänge im Wald angepasste Regulatoren sind, stiften auch Vorteile für den Wald wie Waldgenesung, Anflug und Aufforstung und sorgen somit für die Erhaltung natürlicher und gesunder Waldentwicklungsprozesse. Der Wald braucht das Wild. Wichtig ist hierbei allerdings - wie letztlich in allen Bereichen des Lebens -  das richtige Maß und Gleichgewicht.  Bei der  "Wildbewirtschaftung"  ist darauf zu achten, dass Wildschäden an land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnissen möglichst vermieden werden.
 

 


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   Richtlinien Schalenwildbejagung in Bayern
 

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