Nach dem Schuss


 

 

 

 

Beim Schuss mit der Flinte erkennt man in der Regel bereits am Zeichnen, ob eine Nachsuche erforderlich ist oder nicht. Bleibt das Wild nicht in Sichtweite verendet liegen, wird es mit einem brauchbaren Jagdhund so bald als möglich nachgesucht. Der Hund arbeitet dabei frei, also ohne Leine, auf der Wundspur oder dem Geläuf des angeschossenen Stückes Niederwild (außer bei Rehwild).

Auch beim Schuss mit der Büchse achtet man auf das Zeichnen. Vor allem Schalenwild bleibt selten im Feuer, selbst wenn es tödlich getroffen wurde. Die Schusszeichen, d.h. Kugelschlag, Zeichnen und Pirschzeichen (Schweiß, Schnitthaare, Knochensplitter, Panseninhalt usw.), lassen Rückschlüsse auf den Sitz der Kugel zu und bestimmen somit das weitere Vorgehen.

Nach dem Kugelschuss wartet man auf alle Fälle einige Minuten bis man seinen Platz verlässt, um am Anschuss nach Pirschzeichen zu suchen. (Ausnahme: Bei Gesellschaftsjagden darf man seinen Stand auf keinen Fall verlassen, bis abgeblasen wird oder man abgeholt wird.)

Unter Anschuss versteht man den Ort / die Stelle, wo sich das Wild bei Abgabe des Schusses befand, egal ob es getroffen oder gefehlt wurde. Bei einer eventuellen Nachsuche ist ein brauchbarer Jagdhund gesetzlich vorgeschrieben.
 

     
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