Das jagdliche Brauchtum beschreibt Verhaltensweisen und Gepflogenheiten, die Jäger untereinander und während der Jagd ausüben. Es sollte nicht mit der Waidgerechtigkeit verwechselt oder ihr gleichgestellt werden, da es als solches nicht die Methodik des Jagens und moralische oder ethische sowie tierschutzrelevante Punkte berührt.
Der Begriff "Brauchtum" existiert allerdings erst seit etwa einem halben Jahrhundert. Vorher brauchte man für das, was damit gemeint ist, keine eigene Bezeichnung; es verstand sich sozusagen alles von selbst, weil es ohne Beachtung dieser überlieferten Grundsätze nur schwerlich einen jagdlichen Erfolg gegeben hätte.